Aufbruch zum Kristallsee
Das Kaiserland lag ruhig in den ersten Stunden der Morgendämmerung, doch in Androschs Innerem tobte ein Sturm. Der Kampf gegen die Marine hatte seine Crew zusammengeschweißt, aber er wusste, dass sie stärker werden mussten. Der Traum, den er gehabt hatte, war kein Zufall. Etwas in ihm rief nach mehr – nach Klarheit, nach Kontrolle über das Feuer, das in seinen Adern brannte. „Es gibt einen Ort, der dir genau das geben kann,“ hatte Taro ihm erzählt. „Den Kristallsee.“ Die Legenden besagten, dass dieser See mehr war als bloß Wasser – er war eine Prüfung. Ein Ort, an dem nur die wahrhaft Auserwählten ihre Kräfte verfeinern konnten. Androsch wusste, dass er dorthin musste. Die Reise zum Kristallsee führte sie tief in das unberührte Herz des Kaiserlands, durch dichten Dschungel und über versteckte Pfade. Der Boden war mit weichem Moos bedeckt, das bei jedem Schritt leise nachgab, während sich die Lianen über ihren Köpfen wie riesige Schlangen wanden. Der Wind trug das Flüstern der Natur mit sich, und Androsch fühlte sich, als würde er von der Insel selbst beobachtet. Schließlich erreichten sie eine Lichtung, in deren Mitte sich der Kristallsee erstreckte – ein Wasser so klar, dass es den Himmel spiegelte. Ringsherum ragten massive, schimmernde Kristalle aus dem Boden, ihre Oberfläche brach das Licht in tausend Regenbogenfarben. Die Luft war kühl und elektrisierend, als würde eine unsichtbare Macht durch sie strömen.

