Prophezeiung der Flammen
Mit einer Fackel in der Hand rollte er die Pergamente aus. Zeichnungen von Schiffen, Sternenkarten und seltsamen Symbolen bedeckten das vergilbte Papier. Sie sprachen von einem Piratenkönig, der die Welt verändern sollte, von Kriegern, die gegen die Unterdrückung kämpften. Jedes Wort, das er entzifferte, ließ seine Entschlossenheit wachsen. Plötzlich bewegte sich etwas in den Schatten. Androsch spannte sich an, doch dann erkannte er den Besucher – Kiko, ein kleiner Affe mit goldenem Fell, der neugierig auf ihn hinabstarrte. „Du wieder,“ murmelte Androsch und grinste. Kiko sprang auf einen nahegelegenen Felsen und betrachtete die Pergamente. Mit einem hohen Quietschen schien er sie zu kommentieren, als ob er mehr wüsste, als er zeigte. Androsch lachte leise. „Vielleicht bist du auch Teil dieser Prophezeiung.“ Doch dann hallte ein entferntes Trommeln durch die Nacht. Der Widerstand rief. Taro, der Straßenkünstler, tauchte aus den Schatten auf, seine Augen funkelten im Licht der Fackel. „Na, junger Flammenprinz, hast du den Ruf gehört? Die Alten wollen dich sprechen.“ Androsch sah ihn an, seine Gedanken wirbelten. Er wusste, dass sein Traum kein Zufall war. Er packte die Pergamente, warf einen Blick auf Kiko, der neben ihm aufgeregt hin und her sprang, und folgte dem Klang der Trommeln – auf dem Weg in eine Zukunft, die das Kaiserland verändern würde.

